Griechenland

- Wiege der europäischen Zivilisation -
Ausstellung von Jörg Dendl

Letztes Update: 18. April 2011


Besuchen Sie das Bistro Johannisthal und genießen Sie
neben Ihrer Mahlzeit einen Blick auf das alte Griechenland.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11:30 bis 14:00 Uhr
Bistro
Bistro Johannisthal

Straße am Flugplatz 6a
12487 Berlin
Bistro
Menüservice - Catering - Feinkost - Event- & Partyservice - Lebensmittelhandel
 - Ausrichtung von Betriebs- und Familienfeiern im Bistro -
kornewald@hotmail.de
Mit dem Bus: Haltestelle Sterndamm/Stubenrauchstr.
Linien M11 und 160
030/26300984
 
Wiege der europäischen Zivilisation


Vitrine gesamt
Vitrine 01





Flötenspieler im Nationalmuseum Athen;
Diskos v. Phaistos, Kanne und Siegelsteine Museum Heraklion
Pithos (moderne Nachbildung)
Die vorgriechischen Kulturen

Bevor die griechischen Stämme in die geographischen Räume eindrangen, denen sie ihren Namen gaben, hatten sich dort schon verschiedene Kulturen entwi­ckelt. Die Statue eines Flötenspielers wurde 1884 auf der Insel Keros ge­funden und stammt aus der Zeit zwischen 2700 bis 2300 v. Chr. Auf Kreta blühte seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. die minoische Kultur, die sogar eine eigene Schrift entwickelte. Die Zeichen finden sich schon auf kleinen Siegeln, aber auch als zusammenhängende Texte auf Tontafeln. Der spektakulärste Funde ist sicher der „Diskos von Phaistos“ aus der Zeit um 1900 v. Chr. der bis heute nicht sicher entziffert ist. Die minoische Keramik wird auch repräsentiert von der Henkelkanne mit Meeresmotiven. Charakteristisch sind die Buckel an diesem Gefäß. Berühmt sind auch die gewaltigen Vor­ratsgefäße, teilweise mannshoch, die als Pithoi bekannt sind.

Vitrine 02


moderne Nachbildung einer Akrotere
Kunststoff-Modell der Parthenon
Herakles-Krater im Louvre, Paris;
Amphora, Olche und Lekythoi im Nationalmuseum Athen;
Kylix im Antikenmuseum München
Die Klassik: Architektur und Keramik

Unter den Bauwerken der klassischen Epoche ragt das Parthenon auf der Akropolis von Athen weit heraus. In den Jahren 445 bis 438 v. Chr. er­richtet, zeigt der Tempel ideale Proportionen und war mit Kunstwerken höchster Qualität geschmückt. Dieses Bauwerk war das Meisterwerk des Phidias, der auch als Bildhauer einzigartige Werke schuf. Die Ausgestaltung der Tempel reichte bis zu den Dächern. Die Akroteren dienten als Abschluß der Dachkante und waren mit Gesichtern verziert.
In der Zeit von 900 v. Chr. bis 700 v. Chr. entwickelte sich in der Bema­lung der griechischen Keramik der geometrische Stil. Dabei wurden die Gefäße wie die gezeigt Amphora und der Henkelkrug (Olche) mit verschiede­nen Ornamenten, oft in Mäandermustern, geschmückt. Schließlich entwi­ckelte die attische Keramik im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. zahlreiche Gefäßformen. Nun wurde auch die schwarz- und rotfigurige (ab 530 v. Chr.) sowie weißgrundigen Bemalung entwickelt. Dabei hatten die ein­zelnen Gefäße bestimmte Funktionen. Der Lekythos war dem Grabkult der Männer vorbehalten. Beim Symposion diente der Krater als Misch­gefäß für den Wein, die Kylix, eine flache Henkelschale, diente als Trink­gefäß. Alle diese Gefäße waren mit Szenen aus der Mythologie oder dem Alltag geschmückt. So zeigen die hier gezeigten Beispiele Krieger im Kampf, Töpferinnen, Athleten und eine Szene mit Athena und Herakles.

Vitrine
                Plastik    

1) Venus v. Milo im Louvre, Paris;
2) „Athena Varvidikeion“ und 3) Hygeia im Nationalmuseum Athen;
4) Silen und 7) Sphinx im Antikenmuseum München;
5) Kopf der Knidischen Aphrodite im Pergamonmuseum Berlin;
6) Diskobolos im Palazzo Massimo, Rom;
8) Amazone des Kresilas  im Pergamonmuseum Berlin
Die Klassik: Plastik

Im 5. Jhd. v. Chr. erlebte die griechische Bildhauerei ihren Höhepunkt. Griechische Künstler schufen Statuen, die zum Maßstab aller späteren Kunst werden sollten. Mit der Gold-Elfenbein-Statue der Athena Parthenos für die Cella des Parthenon schuf Phidias um 447 v. Chr. ein außerordentli­ches Werk, von dem – wie von so vielen anderen Meisterwerken der Epo­che – nur eine römische Kopie erhalten blieb. So ist es auch bei der „Verwundeten Amazone“ (zw. 440 u. 430 v. Chr.) des Kresilas, von der eine Anzahl römischer Kopien erhalten ist. Zwischen 460 und 450 v. Chr. schuf der Bildhauer Myron die Bronzestatues des Diskobolos, eines der bedeutendsten Bildwerke der griechischen Kunst. Von der Statue der Hygeia des Skopas (um 360 v. Chr.) aus dem Athena-Tempel von Aegea blieb der Kopf erhalten. Von der zwischen 350 und 340 v. Chr. geschaffenen Aphrodite von Knidos des Praxiteles sind römische Marmorkopien erhalten, darunter mehrere Versionen des Kopfes. Die berühmte Statue der "Venus von Milo" entstand um 100 v. Chr. und wurde 1820 auf der Insel Melos gefunden. Der Großteil der Originale wurde 1204 in Konstantinopel während des IV. Kreuzzuges vernichtet.
Neben den zu­meist bronzenen Statuen gab es auch eine qualitativ hochwertige Klein­kunst, wie sie durch die kleine Silen-Maske repräsentiert wird. Daneben wurden vor allem in Matritzen in Massen Terrakotta-Statuetten wie die gezeigte Sphinx herge­stellt, die zu hunderten in den Museen zu finden sind.


Bild Vitrine 04


Homer-Herme im Mecklenburgischen Staatsmuseum Schwerin (Inv. Nr. 1900;
Kylix im Neuen Museum Berlin;
Inschrift im Fitzwilliam-Museum Cambridge;
Sokrates-Büste in der Villa Albani, Rom
Griechische Literatur und Philosophie

Homer galt schon in der Antike als blinder Sänger und so entwickelte sich ein Idealportrait, von dem viele Versionen überliefert sind. Die hier gezeigte Homerbüste ist eine Nachbildung einer in Schwerin befindlichen Herme, die 1868 in Terracina (Italien) gefunden wurde. Es handelt sich um die römische Kopie nach einer hellenistischen Vorlage. Die Ilias des Homer wurde zum Inbgeriff der griechischen Literatur. Schließlich gelang es Heinrich Schliemann an der traditionellen  Stätte Ilions, an der Homer die Handlung seines Werkes lokalisierte, eine vorgeschichtliche Stadt aufzudecken, deren Geschichte über 9 Zerstörungshorizonte bis in das 3. Jtsd. v. Chr. reicht. Welcher dieser Städte die Handlung des Epos zugeschrieben werden kann, ist umstritten. Aus der Zeit um 1800 v. Chr. konnte Heinrich Schliemann in Troja eine Kylix bergen, die von der Formgebung her der zeitgleichen "minyschen Ware" des griechischen Festlandes entspricht.
Ein weiterer Meilenstein der griechischen Literatur sind zweifellos Herodots "Historien". Er schildert darin die Perserkriege (500-479 v. Chr.), aber vor allem liefert er dabei Informationen über die berührten Länder und Völker. Der Beiname "Vater der Geschichtsschreibung" wurde ihm schon in der Antike beigelegt.
Für den im Jahr 399 v. Chr. hingerichteten Philosophen Sokrates wurde in Athen im Jahr 370 v. Chr. eine von Lysippos geschaffene Statue aufgestellt. Von diesem Werk leiten sich viele der bekannten Sokrates-Portraits ab.




  
 
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